Über Uns

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GoldWolf Vogelfutter

Seit 2019

- natürlich - handgefertigt - regional -

Über GoldWolf Vogelfutter - weshalb wir wissen, was wir tun.

  • Hochschulabschluß in Biologie & Berufspraxis in der Veterinärmedizin

  • Langjährige Praxis in der Wildvogelfütterung und Futterherstellung unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Arbeiten

  • Aktives Engagement in der Wildvogelhilfe und praktische Erfahrung mit Wildvögeln

Meisi, das war eine kleine, noch gar nicht flügge Kohlmeise, die mein Vater 1986 gerade noch lebendig in unserem Garten fand. Der Name war sicherlich nicht sehr einfallsreich, aber Meisi hat dank meiner Eltern und mir überlebt, wurde flügge und verließ uns für die Gesellschaft ihrer Artgenossen. Meisi hat mich damals als Zehnjährige nachhaltig beeindruckt. Hinzu kam das zu jener Zeit noch auf den Winter beschränkte Vögel-Füttern, für das meine Eltern mit mir eine simplere Version meiner heutigen Futterblöcke anfertigten. Sie wurden in leere Keks-Blister gegossen, und trugen daher die Bezeichnung "Vogelschokolade". Ich saß jeden Winter mit einem Bestimmungsbuch aus den 60er Jahren am Fenster und war stundenlang von dem geschäftigen Treiben der Vögel fasziniert.

Der Garten befindet sich noch immer in Familienbesitz, doch obwohl er sogar in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, sind die Vögel, genauso wie die Schmetterlinge, Grashüpfer, Blindschleichen und das meiste andere Getier, seither zu einem großen Teil verschwunden, einige für immer. Und schon in meiner Kindheit waren einige als üblicherweise anzutreffende beschriebene Vogelarten aus dem alten Bestimmungsbuch in unseren Breiten bereits ausgestorben.

Ich selbst bin inzwischen Biologin mit mehrjähriger professioneller Erfahrung in der praktischen Veterinärmedizin, habe allerdings überwiegend als Wissenschaftlerin in der Humanmedizin gearbeitet. Seit meinem Umzug aufs Land vor wenigen Jahren habe ich nun endlich wieder wie als Kind die Möglichkeit, einen Garten zu pflegen und zu geniessen. In unserem insektenfreundlichen Naturgarten füttere ich die Vögel ganzjährig und wildere Meisis Nachfolger aus: Singvögel, die als Küken verwaist gefunden, und von hervorragend geschulten Vogelfreunden oder mir selbst aufgepäppelt wurden, oder die nach Verletzungen wieder genesen sind. Unvergesslich wird neben Meisi für immer ganz besonders Krabat, eine Rabenkrähe, sein.

 

Schon bald nach dem Umzug begann ich, mein Futter für den Eigenbedarf selbst herzustellen, da ich von den käuflichen Futtermitteln, insbesondere den Weichfuttersorten, den Futterblöcken, sowie den Körnermischungen enttäuscht war. Mais oder ganze Weizenkörner in größerer Menge in Gartenvogelfuttermischungen... Ungeschälte Sämereien in Futterblöcken oder Knödeln... Ein Nussanteil in einem "Nuß-Knödel" von gerade einmal 3%... Und die ganzen Plastiknetze... Doch nicht nur ich war unzufrieden, die Vögel waren es auch, denn sie frassen das gekaufte Fettfutter und auch das teure Insektenfresserfutter, in dem mehr Krebstiere als Insekten waren, gar nicht, vom Streufutter blieb die Hälfte zur Freude der Mäuse liegen, und die Meisenknödel, Fettstangen und Futterblöcke wurden bis zu dem Moment, an dem es nichts anderes mehr gab, weitestgehend verschmäht. 

 

Als Wissenschaftlerin darf man zu übertriebener Ausführlichkeit neigen - "einfach irgendwie Futter machen" wollte ich nicht. Also befasste ich mich in einer intensiven Literaturrecherche mit internationalen Arbeiten renommierter Kollegen aus der Ornithologie, erstellte eine Menge Tabellen, baute Kontakte zu lokalen Zulieferern mit hochwertigen Rohstoffen auf, und führte Feldversuche mit eigens hergestellten Testfuttersorten durch.

 

Auch der Bekanntenkreis musste mittesten, aber solange es etwas umsonst gibt, sehen die meisten Menschen leicht amüsiert über Verschrobenheiten hinweg. Das Resultat sprach zudem für sich. Die Vogelschar im Garten wuchs zusehends (mittlerweile sind es beinahe 40 verschiedene Arten, und in der Hochsaison während der Brutzeit mehrere 100 Individuen, die mehrere Kilo Futter pro Tag wegfressen), und damit auch das Interesse der Nachbarn und Freunde.

 

Als die Testphase beendet war, kamen bald schon die ersten Anfragen, ob es nicht mal wieder Vogelfutter zum Mitnehmen gäbe, und so entstand die kleine Vogelfuttermanufaktur GoldWolf. Inzwischen zählen auch einige der Wildvogelauffang- und Päppelstationen im Raum Nürnberg-Fürth-Erlangen zu unseren Kunden. Der Name GoldWolf ist übrigens eine Zusammensetzung meines und des Nachnamens meines Lebensgefährten Michael Goldstein, der mich bei der Produktion unterstützt, das Futter in seinem Ladengeschäft AMIGO Autoteile verkauft, und außerdem unsere Auswilderungsvoliere, sowie alle unsere Nistkästen und Futterhäuser gebaut hat.

Für mich stehen eine außergewöhnliche Futterqualität, die gerne von den Vögeln angenommen wird, und vor allem die Vögel selbst im Vordergrund. Sie benötigen leider dringend unsere Hilfe, denn wir machen es ihnen und vielen anderen Tieren seit Jahrzehnten sehr schwer bis unmöglich, zu überleben. Es gibt dazu, neben den individuellen anekdotischen Eindrücken im Laufe des eigenen Lebens, leider sehr deutliche, objektive Zahlen. Vögel sind als Teil des Ökosystems auch für unser eigenes Überleben essenziell. Und es ist nicht so einfach, artgerechtes Futter auf dem Markt zu finden. Ob ein Futter überhaupt ernährungsphysiologisch sinnvoll ist, oder zumindest gerne angenommen wird, spielt bei den Auflagen für die Herstellung eine untergeordnete Rolle, und wird meines Wissens auch nicht überprüft. Wildtiere nehmen hier zudem eine Sonderstellung im Vergleich zu Nutz- und Heimtieren ein. Ich selbst sah mich bei der Zulassung meiner Produkte mit vielen Herausforderungen konfrontiert, allem voran die eingeschränkte Haltbarkeit meines selbst hergestellten Futters aus frischem Talg, die für ein Großunternehmen sicher unrentabel wäre. In meiner kleinen Manufaktur mit übersichtlichen Chargengrößen kann ich dieses Risiko jedoch eingehen und auch damit verbundene Umständlichkeiten auf mich nehmen, denn was nicht verkauft wird, landet in meinem eigenen Garten in meinen eigenen Futterstellen. Nichts wird verschwendet oder weggeworfen. Und schon gar nicht nicht aufgefressen...! 

Christiane Wolf