Weich- / Fettfutter selbst herstellen

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Anleitung zur Herstellung von Weich- / Fettfutter für Wild- und Gartenvögel

Sie benötigen:

  • Rindertalg

  • saugfähige Getreideflocken, am besten zarte Haferflocken. Das Verhältnis von Talg zu Getreideflocken richtet sich nach der Saugfähigkeit der Getreideflocken. Als groben Anhaltspunkt empfehlen sich 3 Teile (Gewicht) Talg auf 4 Teile Getreideflocken - also ein leichter Getreideflockenüberschuss.

  • einen großen Topf

  • eine große Pfanne mit möglichst hohem Rand

  • einen großen Kochlöffel oder einen Pfannenwender zum Umrühren

  • eine große Schöpfkelle

  • eine große wärmebeständige Schüssel

  • weitere Futtermittel zum Untermischen, z.B. Rosinen, getrocknete Insekten, usw.

 

Zubereitung:

  • Erwärmen Sie den gesamten Rindertalg in einem großen Topf langsam auf niedriger Stufe, bis er vollkommen flüssig ist. Rühren Sie gelegentlich um, sobald sich das Fett zu verflüssigen beginnt, um ein Anhaften am Boden zu vermeiden und eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu erzielen.

  • Spätestens sobald Sie die ersten Siedebläschen sehen, geben Sie so viele der Getreideflocken in kleinen Portionen unter Rühren in das heiße Fett, daß sie gerade noch im Talg schwimmen. Achtung: falls das Fett sehr heiß ist, kann es bei der Zugabe stark aufschäumen oder spritzen.

  • Stellen Sie auf mittlere Hitze zurück und lassen Sie die Flocken sich im heißen Fett für 2-3 Minuten vollsaugen. Rühren Sie dabei stets um, damit nichts am Boden anbrennt.

  • Nehmen Sie den Topf von der Herdplatte, und stellen Sie dafür die Pfanne bei mittlerer Hitze darauf.

  • Nehmen Sie nun die Schöpfkelle, und überführen Sie ein oder zwei Kellen der Fett-Flocken-Mischung in die warme Pfanne.

  • Geben Sie nach und nach unter ständigem Rühren so lange weitere Getreideflocken hinzu, bis alles flüssige Fett in der Pfanne gerade aufgesaugt ist.

  • Damit die Flocken das Fett noch einmal gut aufsaugen können, und nicht nur damit überzogen werden, rühren Sie die Mischung noch 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze weiter um.

  • Geben Sie die Mischung nun in eine geeignete große Schüssel - Vorsicht mit Kunststoffen, falls die Mischung noch sehr heiß ist.

  • Verfahren Sie nach dem gleichen Schema weiter ab Schritt 6, bis alle im Topf mit dem Fett schwimmenden Flocken verbraucht sind. Falls Sie nur wenig Futter herstellen, können Sie auf die Schritte in der Pfanne verzichten, und stattdessen die restlichen Flocken direkt im Topf nach und nach hinzugeben.

  • Geben Sie nun nach Belieben Ihre weiteren Zutaten zu den noch warmen Flocken in der Schüssel, und rühren Sie alles gründlich um, so daß auch die anderen Zutaten mit ein wenig Fett überzogen werden.

  • Lassen Sie nun Ihr fertiges Futter abkühlen. Je nach Fettgehalt kann es dabei leicht zusammenklumpen. Zerbröseln Sie es in diesem Fall einfach wieder, oder rühren Sie während des Abkühlens hin und wieder um.

Ein Großteil unserer heimischen Vögel mag Getreideflocken pur nicht besonders. Sie fressen sie nur wegen des hinzugefügten Fettes. Daher ist es wichtig, daß die Getreideflocken ausreichend Zeit und Wärme ausgesetzt sind, um sich gut vollzusaugen. Ansonsten sind sie nur leicht mit Fett überzogen.

Das Futter darf dennoch nach dem Abkühlen nicht zu klebrig sein, damit die Vögel ihre Federn damit beim Fressen und bei Berührung nicht versehentlich einfetten können. Verklebte fettige Federn, die nicht mehr durch Putzen gereinigt werden können, sind sehr gefährlich für Vögel, und in der Natur meist ein Todesurteil. Sie wärmen nicht mehr, oder sind nicht mehr zum Fliegen oder Steuern geeignet.

Daher empfehlen wir die Verwendung von Rindertalg. Rindertalg ist nach dem Abkühlen so fest, daß er deutlich weniger schmiert als Pflanzenfette. Zu weiteren Vorteilen gegenüber Pflanzenfetten siehe hier.